Hanfaktive und Richter diskutieren “Die wilden Neunziger”

Veröffentlicht am 3. December 2014
Diesen Artikel drucken

Anlässlich seines 20. Geburtstags findet am 6. Dezember in den Räumen des Hanf Museum Berlin am Mühlendamm eine Podiumsdiskussion mit hochkarätigen Repräsentanten der “wilden Neunziger” der deutschen Legalisierungsbewegung statt. In Berlins historischem Kern, dem Nikolaiviertel, feiert am kommenden Samstag ein in Deutschland einzigartiges Museum seinen 20. Geburtstag. Im Hanf Museum dreht sich alles um die Kulturpflanze Cannabis. Besucherinnen können die seit 50 Jahren verbotene Pflanze auf rund 300m² als jahrtausendealten Begleiter des Menschen neu kennenlernen. Neben Hanf als Quelle für Baustoffe, Textilien oder Papier widmet sich das Hanf Museum seinem Potenzial als nebenwirkungsarme Medizin und hinterfragt die Auswirkungen des Verbots berauschender Cannabisprodukte wie Haschisch und Marihuana. podiumsdiskussion-wilde-neunziger-smDen 20 Jahrestag seines Bestehens feiert das Hanf Museum mit einem Tag der offenen Tür und umfangreichem Rahmenprogramm. Höhepunkt der Geburtstagsfeierlichkeiten wird eine Podiumsdiskussion, die ab 16 Uhr unter dem Motto “Die wilden Neunziger” einen Blick zurück auf die Gründerzeit der deutschen Legalisierungsbewegung werfen wird. Das Museum versammelt dafür mit Matthias Bröckers (Autor u.a. “Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf”), Rolf Ebbinghaus (Vorstand H.A.N.F. e.V., Leitung Hanf Museum Berlin), Martin Müncheberg (ehem. Vorstand Bündnis Hanfparade e.V., Geschäftsführer THCene), Matthias Schillo (Rechtsanwalt u.a. “Kim will Kiffen” und Günther Weiglein) sowie Wolfgang Nescovic (Richter am Bundesgerichtshof a.D., ehem. MdB, Cannabisbeschluss 1994) ein Who-is-who der deutschen Hanfszene vor dem Jahrtausendwechsel. Zahlreiche weitere VertreterInnen der bewegten Museumsgeschichte werden als Gäste erwartet. Anlässlich des Gründungsjubiläums wird am Samstag außerdem eine limitierte, bebilderte “Chronik 20 Jahre Hanf Museum” der Öffentlichkeit vorgestellt. Besucherinnen erwartet eine Sonderausstellung, ein Hanf-Buffet sowie ein Museumskino mit bewegten Erinnerungen an zwei Jahrzehnte “Bildungsarbeit im Dienste der Hanf-Legalisierung”.

Comments are closed.