Sensation aus dem Archiv: Museum für Naturkunde überreicht Replik für unsere neue Ausstellung!
Als vor Jahrtausenden die ersten Menschen in Mitteleuropa Hanf zu widerstandsfähigen Geweben und Seilen verarbeiteten nutzten sie eine Pflanze, die zu diesem Zeitpunkt bereits eine gigantische, Millionen Jahre dauernde Odyssee hinter sich hatte. Doch wo genau begann diese Reise?
Genau dieser Frage widmet sich unsere neue Ausstellung: „Wo kommt Hanf eigentlich her?“ Jahrelang galt das Hochland von Tibet als alleinige Wiege des Hanfs: Dort, auf den kargen, windigen Steppen vor rund 25 Millionen Jahren, trennten sich die Wege von Hanf und Hopfen. Doch im Archiv des Berliner Naturkundemuseums schlummert ein steinernes Indiz, das diese Theorie gehörig ins Wanken bringt: das rätselhafte Fossil Cannabis oligocaenica aus einer alten Braunkohlegrube bei Eisleben in Sachsen-Anhalt.
Stammt der Urahn des Hanfs in Wahrheit aus einem 50 Millionen Jahre alten, subtropischen Küstensumpf mitten in Deutschland, an dessen Ufern einst fuchsgroße Urpferdchen durch den Urwald streiften? Oder handelt es sich bei dem Stein aus Eisleben um einen urzeitlichen Doppelgänger?
Dank der großzügigen Unterstützung des Museums für Naturkunde können Sie diese Spurensuche bald hautnah bei uns erleben. Zum Geburtstag des Hanf Museums, am 6. Dezember, findet die feierliche Ausstellungseröffnung statt.