Hanf Museum, die Ausstellung zur Pflanze Hanf, Cannabis und Hanfkultur, Rohstoff, Medizin und DrogeDas Hanf Museum in Berlin - Hanf Museum

Hanf Museum Berlin

Willkommen auf der Webseite des Hanf Museum Berlin. Hier folgt eine Übersicht über verschiedene Teile der Webseite. Weiter unten befinden sich weitere Neuigkeiten und Ankündigungen.

Das Hanf Museum ist seit 1994 in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna, Barcelona, Uruguay und Amsterdam eines von nur wenigen weltweit. Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf fast 300 qm.

Neuigkeiten des Hanf Museum Berlin:

Geschichte wird gemacht – Hanfmuseum ist dabei

20. Februar 2024

Am kommenden Freitag will der Bundestag die Entkriminalisierung von Cannabis beschließen. Das Hanfmuseum lädt alle Interessierten dazu ein, den historischen Moment gemeinsam im Parlamentsfernsehen live zu erleben.

Seit 1994 wirbt Deutschlands einzige Dauerausstellung über die Pflanze Hanf für eine Normalisierung des Umgangs mit den aus Cannabis gewonnenen Genussmitteln. Unzählige Stunden haben sich Menschen in den Räumen in Berlins Mitte mit der “Legalisierung von Cannabis” beschäftigt. Zahlreiche einschlägige Initiativen wie die Hanfparade, Deutschlands größte und dienstälteste Legalisierungsdemo, oder der CSC HighGround e.V. haben hier ihr Zuhause. Mit vielen weiteren wie dem Grüne Hilfe Netzwerk e.V. bestehen teils jahrzehntelange Kooperationen.

Kein Wunder also, dass auch die Debatte über das geplante Cannabisgesetz im Hanfmuseum intensiv geführt wurde. Fast gewöhnt man sich daran, die Ausstellungsräume als Kulisse für Nachrichten und Dokumentationen zu sehen.

Der 23.02.2024 wird indes auch für die erfahrenen LegalisierungsmacherInnen des Museum ein besonderer Tag. Die gegen 13:10 Uhr erwartete Abstimmung über das CanG verspricht historisches – Entkriminalisierung und Normalisierung des Umgangs Erwachsener mit Cannabis. Neben dem Besitz von 25g Haschisch oder Marihuana wird auch der Eigenanbau von drei Pflanzen straffrei – wenn denn im Bundestag alles klappt, wie sich die Ampelfraktionen das erhoffen.
Angesichts der vielen Verzögerungen und zurückgenommenen Versprechen des mehr als zwei Jahre dauernden Gesetzesprozesses bleiben Restzweifel. “Eine alte Politikregel sagt, dass man das Ergebnis einer Abstimmung erst kennt, wenn es verkündet ist.” fasst Steffen Geyer vom Hanfmuseum die Anspannung zusammen, die sich am Freitag beim “betreuten Parlamentsfernsehen” entladen soll.

Wer den vorläufigen Höhepunkt der fast dreißigjährigen Geschichte des Hanfmuseums vor Ort miterleben will, hat dazu Gelegenheit:

Freitag 23.02.2024 von 12 bis 18 Uhr
“3. Lesung des CanG im Deutschen Bundestag – Betreutes Parlamentsfernsehen im Hanfmuseum”

Im Anschluss an die Abstimmung kann das Ergebnis gebührend beweint oder gefeiert werden. Es wird spannend!

Öffnungszeiten zu den Feiertagen

20. Dezember 2023
Grafik Highnachten im Hanf Museum

Das Hanf Museum heißt seine Gäste auch zwischen den Jahren willkommen!

Bis einschließlich Freitag 23.12. hat das Museum von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Das Wochenende 24. und 26.12. gönnen wir unseren MitarbeiterInnen zwei Tage Weihnachtsruhe.

Ab dem 27.12. freuen wir uns dann wieder auf ihren Besuch. Auch an Silvester steht ihnen Deutschlands einziges Museum über die Pflanze Cannabis offen!

Wir wünschen unseren Gästen, unseren Freundinnen und Freunden frohe Feiertage und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.

Ausstellung “Surrealistisch-Psychedelische Photographien” von Klaus Siepmann

15. Dezember 2023

Die Vereinsräume des H.A.N.F. e.V. im Keller des Hanf Museums sind nicht nur Kristallisationspunkt der deutschen Legalisierungsbewegung sondern auch Ort cannabiphiler Kultur. Seit 13. Dezember ist der Museumskeller um einen prominenten Künstlernamen reicher – Klaus Siepmann.
Der Wahlrügener präsentiert neun ausgewählte Bilder seines Zyklus „Fairy Tales“ (Märchen).

Ausschnitt aus “Little Muck rides on a Grashopper”

„Jedes Bild ist ein Märchen“ sagt Klaus Sippmann im Begleitheft zur Ausstellung “Surrealistisch-Psychedelische Photographien” im Hanf Museum. „Erst der Betrachter gibt ihm seinen Sinn… Er ist der eigentliche Künstler.“

Was da zum Märchen spinnen einlädt, sind neun teils großformatige Drucke aus den „Fairy Tales“. Bilder, die mit Symmetrie und Perspektive ebenso leichtgewichtig spielen wie mit dem Thema Vergänglichkeit. Denn alles, was zu sehen ist, wurde inzwischen zu brauner Erde. Das Material der Fotografien ist organisch – hauptsächlich Kompost aus dem Garten des Künstlers an Rügens Kreideküste.

Pareidolie macht Betrachter zu Künstlern

Kunst aus Kompost? Möglich macht die psychedelische Reise ins Märchenland eine Erkenntnis der Neurologie. Menschen, genauer ihre Gehirne, sind nicht nur Mustererkenner sondern Mustererzeuger. Konfrontiert mit einem Durcheinander an Dingen, schaltet unser Gehrin auf Autopilot und „vervollständigt“ das Chaos zu vertrauten Mustern, insbesondere quasimenschlichen Gesichtern.
Pareidolie heißt das Phänomen, das Klaus Sippmanns organisches Chaos „in Szene setzt“. Die Bilder laden so zur wiederholten Betrachtung ein, weil ihr Gehirn den Betrachtenden stets neue Interpretationen anbietet.

Die Fotoausstellung “Surrealistisch-Psychedelische Photographien” von Klaus Siepmann können Sie noch bis Ende Mai 2024 zu den üblichen Öffnungszeiten im Kellercafé des Hanf Museums besuchen.


Das Hanf Museum in Berlin

Das Hanf Museum ist seit 1994 eine ständige Ausstellung über die alte Kulturpflanze Hanf. Sie befindet sich im Herzen Berlins, im Nikolai-Viertel. Durch sieben Räume zieht sich ein roter Faden beginnend mit botanischen Eckdaten, dem landwirtschaftlichen Anbau und der Ernte des Hanfes. Weiter geht es mit der Gewinnung von Rohstoffen aus den verschiedenen Pflanzenteilen. Es wird der Faseraufschluss durch Brechen, Schwingen und Hecheln dargestellt, sowie Vor- und Weiterverarbeitung der abfallenden Schäben. Die Darstellung der Fasernutzung ist ein wichtiger Bereich. Von Garnen, Seilen und Tuchen bis hin zum Zelluloseaufschluss und der Papierherstellung ist die Nutzungsmöglichkeit der Hanffaser enorm vielfältig.

Hier folgt eine Übersicht über verschiedene Teile der Webseite. Weiter unten befinden sich weitere Neuigkeiten und Ankündigungen.

Nutzungs Schema Hanf auf 800x550

Hanf ( Cannabis Sativa )

  • zählt zu den höchstentwickelten Pflanzen dieser Erde und nutzt die Sonnenenergie effektiver als viele andere Pflanzen
  • gedeiht in fast allen Klimazonen, auf fast allen Böden und ist gegen Schädlinge aller Art weitgehend resistent
  • eignet sich optimal als Pionierpflanze und ist selbstverträglich
  • ist als Vor- und Zwischenfrucht mit allen anderen Nutzpflanzen anbaubar
  • besticht durch seine einzigartige Vielseitigkeit, was die Verwendbarkeit der Erträge anbelangt

Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Hanferzeugnissen läßt erahnen, wie wichtig die Wiedereingliederung dieser Kulturpflanze in unsere Wirtschaft ist. Da ökologische Folgekosten immer stärker miteinbezogen werden müssen, ist der Raubbau und die Ausbeutung fossiler Rohstoffe schon lange unbezahlbar. Darum sollten wir lernen unsere täglichen Bedürfnisse mit nachwachsenden Rohstoffen zu befriedigen, so daß auch folgenden Generationen eine lebenswerte Erde vorfinden.

Der Hanf kann hierbei eine Schlüsselrolle spielen. Wenn er großflächiger angebaut wird, und sowohl die Ernte-, als auch die Verarbeitungstechnik dahingehend weiterentwickelt werden, daß die gesamte Pflanze - vom Stiel bis zum Samen - als Rohstoff genutzt wird, dann können Hanferzeugnisse sowohl in regionalen Wirtschaftskreisläufen eine entscheidende Rolle spielen, als auch dem ökologischen Ausverkauf der Erde entgegenwirken.

Foto von der Seilerausstellung In fast allen Kulturen der Welt wurden zu fast allen Zeiten Hanferzeugnisse genutzt. Funde von Hanfschnur in China werden auf Zeiten datiert, in denen die Schrift noch nicht erfunden war. Hanfsamen waren in vorchristlichen Zeiten eine übliche Grabbeilage, die den Verstorbenen auf seinem Weg ins Jenseits begleiteten. Auch in unseren Breitengraden galt der Hanf jahrhundertelang als wichtige Nutzpflanze. Karl der Große ordnete um 800 den Hanfanbau an, um die Herstellung kriegswichtiger Gerätschaften, wie Seile, Planen usw., zu gewährleisten, um nur ein Beispiel zu nennen.

Bis Anfang unseres Jahrhunderts war der Hanf eine unersetzliche Kulturpflanze. Erst die Entdeckung des Holzaufschlussverfahrens verdrängte den Hanf aus der Papierherstellung, da der Wald als unendlich verfügbare Ressource angesehen wurde. Baumwollprodukte eroberten aufgrund der billigen und menschenverachtenden Sklavenarbeit den Textilmarkt.

Reefers Madness im Hanf MuseumAls - nach dem Fall der Alkoholprohibition in den USA - dann noch eine Hetzkampagnegegen Marihuana (mexikanisch für Hanf) gestartet wurde, verloren die meisten Menschen das Wissen um die alte Kulturpflanze und der "Mythos des Mörderkrauts", der Einstiegsdroge, wurde geschaffen.

Um diesem Mythos zu begegnen arbeiten seit dem Verbot einzelne Menschen und Gruppen daran, das Wissen um die Nutzungsmöglichkeiten der Hanfpflanze zu bewahren. Einige von ihnen gründeten im August 1992 den H.A.N.F. e.V. (Hanf als Nutzpflanze fördern) um das Wissen über den Hanf zu sammeln, zu ordnen und an Interessierte weiterzugeben.

Das enorme Interesse verschiedenster Menschen forderten eine ständige, öffentliche Ausstellung, die das Wissen allgemein zugänglich macht. Um dieses zu ermöglichen, eröffnete am 6. Dezember 1994 der H.A.N.F. e.V. das Hanf Museum in Berlin.

Ein Museum stellt sich vor

Das Hanf Museum ist in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna, Barcelona, Dunedin, Montevideo und Amsterdam eines von wenigen weltweit.

Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die ständige Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf mehr als 250 qm. Auch ist es der einzige Ort in Berlin, an dem man lebende Hanfpflanzen wachsen sehen kann.

Beginnend mit einer allgemeinen Vorstellung wird neben dem Wachstum und dem Anbau, die Ernte und die Vorverarbeitung aus historischer Sicht beschrieben. Weiter geht es mit den einzelnen Nutzungsmöglichkeiten:

  • Bau-, Dämm- und Isolierstoffe
  • Fasergewinnung und Textilherstellung
  • Zellulosenutzug und Papierherstellung
  • Samennutzung
  • medizinische Möglichkeiten

Nach der konventionellen Nutzung wird die Bedeutung des Hanfes in verschiedenen Kulturen der Welt - von Jamaica bis Indien - beleuchtet. [Wolfgang Neuss] Exemplarisch für Berlin steht Wolfgang Neuss, der Vielen nicht nur als Nachkriegskabarettist, sondern auch als genialer Freigeist, bissiger Querdenker und überzeugter Kiffer bekannt ist.

Abschließend beschäftigt sich die Ausstellung mit der juristischen Seite des THC-haltigen Hanfes, wobei insbesondere versucht wird, den derzeitigen Zustand der Gesetzeslage zu entwirren.

Lesecafé und Raum für KünstlerInnen

Im Lesecafé haben außerdem KünstlerInnen die Möglichkeit ihre Werke auszustellen und den BesucherInnen des Museums stehen hier themenbezogene Videos zur Verfügung.

Der Museumsladen

Im Hanf Museum Berlin bietet ein der Museumsshop Artikel und Literatur aus und über Hanf an.

Anfahrt und Öffnungszeiten

Addresse & Kontakt

Hanf Museum Berlin
Mühlendamm 5 - 10178 Berlin - Mitte
am Nikolaiviertel, dem historischen Kern von Berlin
Anfahrt über Grunerstraße, Molkemarkt

Die Ausstellung ist für Zugang mit dem Rollstuhl geeignet! Die Toiletten sind für Rollstuhlfahrer/innen leider nur eingeschränkt nutzbar.

Drehanfragen: Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Wir freuen uns über Filmprojekte und eine kurze Beschreibung!

Öffnungszeiten

Montag ist Ruhetag
Dienstags bis Freitags: 10 Uhr bis 20 Uhr
Samstags und Sonntags: 12 bis 20 Uhr

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus M48, Bushaltestelle "Nikolaiviertel"
Bus 248, Haltestelle "Jüdenstrasse"
Bus 300, Bus 200, Haltestelle "Berliner Rathaus"
U-Bhf. Rotes Rathaus (U5)
U/S-Bhf. Alexanderplatz (U2/U5/U8/S5/S7/S9)
U-Bhf. Klosterstraße (U2)
U-Bhf. Stadtmitte (U6)

 

Preise

Eintritt: 6,00 Euro
Ermässigter Eintritt: 4,00 Euro
Führung: 15,- Euro
Personen in Schulgruppen: 3,00 Euro
Kinder bis 10 Jahre haben freien Eintritt.
Es gibt Ermäßigungen für berlinpass InhaberInnen, WelcomeCard, Seniorinnen&Senioren, BFD, FSJ, Studis, Azubis, Schwerbehinderte

Führungen sind nach Anmeldung per Telefon oder eMail möglich.

  • E-Mail: info@hanfmuseum.de
  • Telefonnummer: +49-30-2424 827
  • St-Nr. 27/667/52632, DE201038675
Hanfmuseum und Umgebungskarte
Hanf Museum und Umgebungskarte