Hanf Museum Berlin

Willkommen auf der Webseite des Hanf Museum Berlin. Hier folgt eine Übersicht über verschiedene Teile der Webseite. Weiter unten befinden sich weitere Neuigkeiten und Ankündigungen.

Das Hanf Museum ist in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna, Barcelona und Amsterdam eines von nur Vieren weltweit. Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf fast 300 qm.

Aktuelle Veranstaltung:

20 Jahre Aufklärung – 20 Jahre Hanf Museum

Veröffentlicht am 5. Dezember 2014

20jahre HM A5hochkant 20 Jahre Aufklärung   20 Jahre Hanf MuseumAm morgigen Samstag feiert das Hanf Museum seinen 20. Geburtstag mit einem Tag der offenen Tür und umfangreichem Rahmenprogramm. Dies bedeutet auch 20 Jahre Aufklärung über alle Aspekte der Hanfpflanze. Beginnend mit einer allgemeinen Vorstellung wird neben dem Wachstum und dem Anbau, die Ernte und die Vorverarbeitung aus historischer Sicht beschrieben. Weiter geht es mit den einzelnen Nutzungsmöglichkeiten, Cannabis als Medizin, der weltweiten Hanfkultur und die Seite des Genussmittelhanfes.

Höhepunkt der Geburtstagsfeierlichkeiten wird eine Podiumsdiskussion, die ab 16 Uhr unter dem Motto “Die wilden Neunziger” ein Who-is-who der deutschen Hanfszene vor dem Jahrtausendwechsel versammelt. Das Museum versammelt dafür mit Matthias Bröckers (Autor u.a. “Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf”), Rolf Ebbinghaus (Vorstand H.A.N.F. e.V., Leitung Hanf Museum Berlin), Martin Müncheberg (ehem. Vorstand Bündnis Hanfparade e.V., Geschäftsführer THCene), Matthias Schillo (Rechtsanwalt u.a. “Kim will Kiffen” und Günther Weiglein) sowie Wolfgang Nescovic (Richter am Bundesgerichtshof a.D., ehem. MdB, Cannabisbeschluss 1994) ein Who-is-who der deutschen Hanfszene vor dem Jahrtausendwechsel.

Anlässlich des Gründungsjubiläums wird am Samstag außerdem eine limitierte, bebilderte “Chronik 20 Jahre Hanf Museum” der Öffentlichkeit vorgestellt. Besucherinnen erwartet eine Sonderausstellung, ein Hanf-Buffet sowie ein Museumskino mit bewegten Erinnerungen an zwei Jahrzehnte “Bildungsarbeit im Dienste der Hanf-Legalisierung”.

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Wiedersehen mit der Hanfbewegung Anno 1994

Veröffentlicht am 4. Dezember 2014

In einer Podiumsdiskussion zum Thema “Die wilden Neunzigern” lassen herausragende Repräsentanten am Samstag 6. Dezember im Hanf Museum die Geburtsstunde der deutschen Legalisierungsbewegung wieder aufleben.

Seit 6. Dezember 1994 gibt es im Berliner Nikolaiviertel mit dem Hanf Museum einen Ort, der sich ganz der alten Nutz-, Heil- und Rauschpflanze Cannabis verschrieben hat. Den 20 Jahrestag seines Bestehens feiert das Berliner Hanf Museum mit einem Tag der offenen Tür und umfangreichem Rahmenprogramm. Höhepunkt der Geburtstagsfeierlichkeiten wird eine Podiumsdiskussion, die ab 16 Uhr unter dem Motto “Die wilden Neunziger” ein Who-is-who der deutschen Hanfszene vor dem Jahrtausendwechsel versammelt.

Wolfgang Neškovic

wolfgang nescovic sm Wiedersehen mit der Hanfbewegung Anno 1994

Geboren 3. Juni 1948 in Lübeck ist ein deutscher Politiker und ehemaliger Richter am Bundesgerichtshof. Er war seit seinem Austritt aus der Linksfraktion im Dezember 2012 bis 2013 der einzige fraktionslose Abgeordnete im 17. Deutschen Bundestag.

Wolfgang Neškovic wurde (ungewollt) zu einem öffentlichen Legalisierungsbefürworter. Im Jahr 1992 ließ er als Vorsitzender Richter am Lübecker Landgericht das Bundesverfassungsgericht prüfen, ob die Cannabiskriminalisierung verfassungsgemäß ist. Ein Verfahren um die Weitergabe einer geringen Menge Cannabis, diente als Anlass für die Verfassungsklage. Für die nach §29 BtMG strafbare Tat verhängte das Amtsgericht Lübeck zwei Monate Freiheitsstrafe, doch die Täterin ging in Berufung. Die Berufungsverhandlung vor dem Landgericht nahm der Vorsitzende Richter Wolfgang Neskovic zum Anlass, die Strafbarkeit des Umgangs mit Cannabis grundsätzlich in Frage zu stellen.
Er war der Überzeugung, dass der Umgang mit Cannabis von der allgemeinen Handlungsfreiheit geschützt ist, da keinerlei Drittschädigung entsteht und der Konsum von Cannabis keinen Verstoß gegen die verfassungsmäßige Ordnung darstellt. Umgekehrt lässt sich, so das Landgericht, aus der verfassungsmäßig geschützten persönlichen Freiheit ein Recht auf Rausch ableiten.

Das Bundesverfassungsgericht schloss sich dieser Ansicht jedoch nicht an und verkündete am 09. März 1994: “Die Verfassungsbeschwerde wird zurückgewiesen!”

Mathias Bröckers

mathias broeckers sm Wiedersehen mit der Hanfbewegung Anno 1994

Geboren 26. Juni 1954 in Limburg an der Lahn ist ein deutscher freier Journalist, der vor allem für die taz und Telepolis schreibt. Als Autor schrieb er Sachbücher, die für die Legalisierung von Hanf argumentieren, und ab 2001 Bücher über den 11. September.

Durch seine Freundschaft mit Wolfgang Neuss seit Anfang der 1980er Jahre wurde sein Interesse an Cannabis bzw. Hanf und deren vielfältiger Nutzung geweckt. In mehreren Publikationen widmete er sich der Aufklärung über diese alte Kulturpflanze. 1993 entwickelte er mit Freunden die Geschäftsidee eines Großhandels ausschließlich mit Produkten, die auf Hanfbasis produziert werden. Im folgenden Jahr wurde er Geschäftsführender Gesellschafter der HanfHaus GmbH (die Ende 2001 Insolvenz anmelden musste). Er setzte sich auch als Vorsitzender der „Hanfgesellschaft e.V.“ für eine Wiederzulassung des Hanfanbaus ein. 2001 trat er von der HanfHaus-Geschäftsführung zurück und arbeitete wieder als freier Autor und Journalist. Auch anderen psychotropen Substanzen wie LSD und Absinth ließ er seine publizistische Aufmerksamkeit zuteilwerden.
Sein vermutlich wichtigster Beitrag zur deutschen Legalisierungsbewegung ist das zusammen mit Jack Herer verfasste Buch “Die Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf”, das 1993 erschien und schnell zum Standardwerk avancierte.

Matthias Schillo

matthias schillo sm Wiedersehen mit der Hanfbewegung Anno 1994

1949 im Saarland geboren, war er als Redakteur bei der Augsburger Allgemeinen Zeitung und Mitarbeiter des Senders Freies Berlin tätig. In München und Berlin studierte er Jura, und war bis 1996, mit Zwischenstationen in Ministerien und bei der Treuhandanstalt, als Richter zuletzt am Kammergericht (Oberlandesgericht) Berlin tätig. Seit 1996 ist Matthias Schillo als Rechtsanwalt in Potsdam ansässig.

Mitte und Ende der Neunziger vertrat Schillo die Deutsch-Koreanerin Mun-ju Kim, die in Berlin lebt. Wie viele Asiaten kann Kim weder Wein, Bier noch sonstige alkoholhaltige Getränke konsumieren, da ihr das entscheidende Enzym fehlt, um den Alkohol auch wieder abzubauen. Kiffen ist für sie die einzige Alternative. Die Klage scheiterte letztlich an der langen Verfahrensdauer und den benötigten finanziellen Mitteln. Weiterhin engegierte sich Schillo im Nutzhanfbereich mit der Treuhanf AG und war Vorstitzender der Hanfgesellschaft e.V.
Aktuell klagt der Cannabispatient Günther Weiglein mit Schillo gegen das BfArM, um eine Genehmigung (§3 BtMG) für den Anbau von Cannabis für den medizinischen Eigenbedarf zu erhalten. Aktuell bereiten sie sich auf die 2. Instanz vor, weil das BMG die Niederlage vor dem Landgericht nicht hinnehmen will.

Martin Müncheberg

martin muencheberg sm Wiedersehen mit der Hanfbewegung Anno 1994

Geboren 1970 in Berlin, ist gelernter Groß- und Außenhandelskaufmann, der 1997 zum Orga-Team des “Bündnis Hanfparade e.V.” stieß und von 1998 bis 2004 im Vorstand des Vereins für die Pressearbeit, die Sponsorenaquise und das Kulturprogramm der größten deutschen Demonstration für eine Legalisierung von Cannabis verantwortlich zeichnete.

2001 wurde er von Dana Beal in die USA eingeladen und nahm so an einer NORML-Konferenz in Washington DC teil. Ende der 90er Jahre begann Martin für verschiedene Hanfpublikationen zu schreiben, seit über 13 Jahren lebt und arbeitet er nun als selbständiger Journalist, Autor und Videoproduzent mit einem besonderen Interesse an der hanfgrünen Thematik.

Heute schreibt er neben Artikeln für die SOFT SECRETS und die MEDIJUANA auch regelmäßig für das Magazin THCENE, dessen Geschäftsführer und Mitherausgeber er seit Anfang 2013 ist.

Rolf Ebbinghaus

rolf ebbinghaus sm Wiedersehen mit der Hanfbewegung Anno 1994

Geboren 1968 in Soest, Westfalen. Nach Mittlerer Reife im Johanneum Wadersloh, Ausbildung zum Mechaniker. Anschliessend Fachabitur mit Schwerpunkt Gestaltung. 1990 Umzug nach Berlin und Kennenlernen von freier Projektarbeit. Mitgründung des Kinderferien- und Tagungshauses Wernsdorf. Ein verlassenes Gelände, das vor Mauerfall als Kinderferienlager der Volkspolizei diente, wurde instandgesetzt und wieder als Ferien- und Freizeitstätte für Kinder nutzbar gemacht.

1994 Mitgründung des Hanf Museum Berlin. Im Zentrum Berlins wurden Räumlichkeiten angemietet und eine Ausstellung eingerichtet, die umfassend und vorurteilsfrei über Cannabis informiert. Das Hanf Museum, als einzige ständige Ausstellung um die alte Kulturpflanze Hanf ist seit der Gründung Ebbinghaus’ Tätigkeitsschwerpunkt. Darüber hinaus Beteiligung an vielen weiteren Projekten und Aktionen, die im und um das Hanf Museum entstanden sind. 2003 Mitgründung einer kleinen EDV-Firma. 2012 Beteiligung an der THCene Verlagsgesellschaft und Autor einiger Artikel.


Zahlreiche weitere VertreterInnen der bewegten Museumsgeschichte werden als Gäste erwartet.

Anlässlich des Gründungsjubiläums wird am Samstag außerdem eine limitierte, bebilderte “Chronik 20 Jahre Hanf Museum” der Öffentlichkeit vorgestellt. Besucherinnen erwartet eine Sonderausstellung, ein Hanf-Buffet sowie ein Museumskino mit bewegten Erinnerungen an zwei Jahrzehnte “Bildungsarbeit im Dienste der Hanf-Legalisierung”.

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Neuigkeiten des Hanf Museum Berlin:

Öffnungszeiten bis Neujahr

4. Dezember 2014

Das Hanf Museum kann man auch über die Feiertage besuchen:
Es nur am 24. und 25. Dezember geschlossen, sowie am 31.12. und 1. Januar 2015. Am Montag, den 29. Dezember haben wir darüberhinaus geöffnet!

Wir freuen uns auf deinen Besuch!

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Die Öffnungszeiten zu den Osterfeiertagen

9. April 2014

Bald sind die Osterfeiertage – und Sie können das Hanf Museum die ganze Zeit besuchen! Wir freuen uns über Ihren Besuch: Karfreitag 12-20 Uhr, Ostermontag 12-20 Uhr und am Samstag und Sonntag wie immer von 12 bis 20 Uhr.

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Hanf Museum in der “Berlin Welcome Card” 2014

3. Januar 2014

Freie Fahrt, Kurzreiseführer und Rabatte von 25-50% mit der Berlin Welcome Card – und jetzt mit dem Hanf Museum!

Die Berlin WelcomeCard bietet für 48 Stunden, 72 Stunden oder 5 Tage freie Fahrt rund um die Uhr mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln wahlweise in Berlin oder in Berlin und Potsdam. Zusätzlich erhält man mit dem Angebot bei ca. 200 touristischen und kulturellen Anbietern in Berlin und Potsdam Ermäßigungen von mindestens 25% bis 50%, darunter das Hanf Museum. Der Berlin WelcomeCard Guide dient zudem als Kurzreiseführer mit herausnehmbarem Stadtplan inklusive Liniennetzplan von BVG und S-Bahn. Tourenvorschläge mit Sparbeispielen, nützliche Telefonnummern rund um Service und Hilfe in Berlin runden das Angebot ab.

berlin welcome card de Hanf Museum in der Berlin Welcome Card 2014Die Berlin WelcomeCard als Rundum-Sorglos-Paket für jeden Berlin-Besucher ist, je nach gültigem Zeitraum, ab 18,50 € erhältlich.

Für weitere Informationen, den Onlineshop usw. folgen Sie den Links:

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Weihnachtsferien im Hanf Museum mit dem Super-Ferien-Pass

14. Dezember 2013

superferienpass 150 Weihnachtsferien im Hanf Museum mit dem Super Ferien PassIn den Ferien bis einschliesslich Ostern 2014 kannst du mit über 250 SUPER-Preisen (Ermäßigungen und freie Eintritte) die Ferien so richtig genießen – und unter anderem im Hanf Museum über die interessante Pflanze bilden. Ab Samstag, den 21. Dezember, kannst du den Pass für deine Ferien nutzen!

Online-Verkauf: Der Pass im Online-Shop des Jugendkulturservice bestellt werden. Natürlich ist der Pass auch in vielen Verkaufsstellen in ganz Berlin, wie z.B. in den Berliner Filialen von Kaiser`s, den Bädern der Berliner Bäderbetriebe, bei Karstadt Sport und den Bürgerämtern erhältlich.

Wir freuen uns über deinen Besuch!

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Keine Beratung am Donnerstag, den 3.10.2013

2. Oktober 2013

Der 3.10.2013 ist ein Feiertag und deswegen findet an diesen Tag keine anwaltliche Beratung für Museumsbesucher statt. Das Hanf Museum selbst ist natürlich zugänglich!

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Cultiva Hanfmesse Tickets im Hanf Museum erhältlich

16. September 2013

cultiva expo Cultiva Hanfmesse Tickets im Hanf Museum erhältlichAm Wochenende des 18.-20. Oktober 2013 findet in Wien die Hanffachmesse “Cultiva” statt. Wer sein (Dauer-)Ticket schon vorher sichern möchte, kann dies im Hanf Museum machen.

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Pfingstmontag im Hanf Museum ab 12 Uhr

18. Mai 2013

Am gesetzlichen Feiertag am Montag den 20.5.2013 haben wir ab 12 Uhr geöffnet.

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

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Hanf Museum zu Himmelfahrt ab 12 Uhr

8. Mai 2013

Am morgigen gesetzlichen Feiertag haben wir ab 12 Uhr geöffnet.

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

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Osteröffnungszeiten des Hanf Museums

30. März 2013

Wir werden auch über die Osterfeiertage geöffnet haben:

  • Karfreitag: 12-20 Uhr
  • Sa/So: 12-20 Uhr
  • Ostermontag: 12-20 Uhr

Wir freuen uns über Ihren Besuch!

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Öffnungszeiten des Hanf Museums über die Feiertage

17. Dezember 2012

Wir wollen an dieser Stelle über die besonderen Öffnungszeiten zu den Feiertagen 2012 veröffentlichen:

  • 24./25.12. – geschlossen
  • 26.-30.12. – geöffnet
  • 31./01.01. – geschlossen
  • 02.-13.01. – geöffnet

Wir freuen uns über deinen Besuch!

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Eine Pflanze stellt sich vor:

Schaubild zur Hanf verwendung
Dieses Schaubild stellt die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der Hanfpflanze dar

Hanf ( Cannabis Sativa )

  • zählt zu den höchstentwickelten Pflanzen dieser Erde und nutzt die Sonnenenergie effektiver als viele andere Pflanzen
  • gedeiht in fast allen Klimazonen, auf fast allen Böden und ist gegen Schädlinge aller Art weitgehend resistent
  • eignet sich optimal als Pionierpflanze und ist selbstverträglich
  • ist als Vor- und Zwischenfrucht mit allen anderen Nutzpflanzen anbaubar
  • besticht durch seine einzigartige Vielseitigkeit, was die Verwendbarkeit der Erträge anbelangt

Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Hanferzeugnissen läßt erahnen, wie wichtig die Wiedereingliederung dieser Kulturpflanze in unsere Wirtschaft ist. Da ökologische Folgekosten immer stärker miteinbezogen werden müssen, ist der Raubbau und die Ausbeutung fossiler Rohstoffe schon lange unbezahlbar. Darum sollten wir lernen unsere täglichen Bedürfnisse mit nachwachsenden Rohstoffen zu befriedigen, so daß auch folgenden Generationen eine lebenswerte Erde vorfinden.

Der Hanf kann hierbei eine Schlüsselrolle spielen. Wenn er grossflächiger angebaut wird, und sowohl die Ernte-, als auch die Verarbeitungstechnik dahingehend weiterentwickelt werden, daß die gesamte Pflanze - vom Stiel bis zum Samen - als Rohstoff genutzt wird, dann können Hanferzeugnisse sowohl in regionalen Wirtschaftskreisläufen eine entscheidende Rolle spielen, als auch dem ökologischen Ausverkauf der Erde entgegenwirken.

Foto von der Seilerausstellung In fast allen Kulturen der Welt wurden zu fast allen Zeiten Hanferzeugnisse genutzt. Funde von Hanfschnur in China werden auf Zeiten datiert, in denen die Schrift noch nicht erfunden war. Hanfsamen waren in vorchristlichen Zeiten eine übliche Grabbeilage, die den Verstorbenen auf seinem Weg ins Jenseits begleiteten. Auch in unseren Breitengraden galt der Hanf jahrhundertelang als wichtige Nutzpflanze. Karl der Große ordnete um 800 den Hanfanbau an, um die Herstellung kriegswichtiger Gerätschaften, wie Seile, Planen usw., zu gewährleisten, um nur ein Beispiel zu nennen.

Bis Anfang unseres Jahrhunderts war der Hanf eine unersetzliche Kulturpflanze. Erst die Entdeckung des Holzaufschlussverfahrens verdrängte den Hanf aus der Papierherstellung, da der Wald als unendlich verfügbare Ressource angesehen wurde. Baumwollprodukte eroberten aufgrund der billigen und menschenverachtenden Sklavenarbeit den Textilmarkt.

Reefers Madness im Hanf Museum Als - nach dem Fall der Alkoholprohibition in den USA - dann noch eine Hetzkampagne gegen Marihuana (mexkanisch für Hanf) iniziert wurde, verloren die meisten Menschen das Wissen um die alte Kulturpflanze und der "Mythos des Mörderkrauts", der Einstiegsdroge, wurde geschaffen.

Um diesem Mythos zu begegnen arbeiten seit dem Verbot einzelne Menschen und Gruppen daran, das Wissen um die Nutzungsmöglichkeiten der Hanfpflanze zu bewahren. Einige von ihnen gründeten im August 1992 den H.A.N.F. e.V. (Hanf als Nutzpflanze fördern) um das Wissen über den Hanf zu sammeln, zu ordnen und an Interessierte weiterzugeben.

Das enorme Interesse verschiedenster Menschen forderten eine ständige, öffentliche Ausstellung, die das Wissen allgemein zugänglich macht. Um dieses zu ermöglichen, eröffnete am 6. Dezember 1994 der H.A.N.F. e.V. das Hanf Museum in Berlin.

Ein Museum stellt sich vor:

Das Hanf Museum ist in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna, Barcelona und Amsterdam eines von nur Vieren weltweit.

Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf fast 300 qm.

Beginnend mit einer allgemeinen Vorstellung wird neben dem Wachstum und dem Anbau, die Ernte und die Vorverarbeitung aus historischer Sicht beschrieben. Weiter geht es mit den einzelnen Nutzungsmöglichkeiten:

  • Dämm- und Isolierstoffe
  • Fasergewinnung und Textilherstellung
  • Zellulosenutzug und Papierherstellung
  • Samennutzung
  • medizinische Möglichkeiten

Ein Bild von Wolfgang Neuss Nach der konventionellen Nutzung wird die Bedeutung des Hanfes in verschiedenen Kulturen der Welt - von Jamaica bis Indien - beleuchtet. Exemplarisch für Berlin steht Wolfgang Neuss, der Vielen nicht nur als Nachkriegskabarettist, sondern auch als genialer Freigeist, bissiger Querdenker und überzeugter Kiffer bekannt ist.

Abschließend beschäftigt sich die Ausstellung mit der juristischen Seite des THC-haltigen Hanfes, wobei insbesondere versucht wird, den derzeitigen Zustand der Gesetzeslage zu entwirren.

Im Lesecafé haben außerdem KünstlerInnen die Möglichkeit ihre Werke auszustellen und den BesucherInnen des Museums stehen hier themenbezogene Videos zur Verfügung.

Darüberhinaus bietet ein kleiner Shop Artikel und Literatur aus und über den Hanf an. In unserer Pflanzenvitrine kann man den Hanf wachsen sehen.

Addresse & Kontakt

Hanf Museum Berlin
Mühlendamm 5 - 10178 Berlin - Mitte
am Nikolaiviertel, dem historischen Kern von Berlin
Anfahrt über Grunerstraße, Molkemarkt
für Rollstuhl geeignet

  • E-Mail: info@hanfmuseum.de
  • Telefonnummer: +49-30-2424 827 -- Hier klicken, um diesen Gesprächspartnermit der Telefonnummer 49-30-2424827  einfach und kostenlos anzurufen
  • Faxnummer: +49-30-40042 751
  • St-Nr. 27/667/52632

Öffnungszeiten

Montag ist Ruhetag
Dienstags bis Freitags: 10 Uhr bis 20 Uhr
Samstags und Sonntags: 12 bis 20 Uhr

Öffentliche Verkehrsmittel

Bus M48, Bushaltestelle "Nikolaiviertel"
U/S-Bhf. Alexanderplatz (U5/U8/S5/S7/S9)
U-Bhf. Klosterstraße (U2)
U-Bhf. Stadtmitte (U6)

Preise

Eintritt: 4,50 Euro
Ermässigter Eintritt: 3,- Euro
Kinder bis 10 Jahre haben freien Eintritt;
es gibt Ermässigung für Gruppen sowie berlinpass InhaberInnen
Führungen sind nach Anmeldung per Telefon oder Fax möglich. Bei einer Gruppenstärke unter 10 Personen kostet die Führung 5,- Euro extra.

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