Hanf Museum Berlin
Willkommen auf der Webseite des Hanf Museum Berlin. Hier folgt eine Übersicht über verschiedene Teile der Webseite. Weiter unten befinden sich weitere Neuigkeiten und Ankündigungen.
Das Hanf Museum ist in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna, der Schweiz und Amsterdam das vierte weltweit.
Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf mehr als 250 qm.
Veröffentlicht am 30. Juli 2010
Nach Südamerika kam Hanf erst mit den ersten Kolonialisten. Nach langer Seefahrt waren die Schiffe oft ramponiert und brauchten stabiles Fasermaterial, um Seile zu erneuern und Segel auszubessern. Und das so dringend, dass Hanfanbau bald zur Vorschrift wurde..
Die vor gut 200 Jahren beginnenden Unabhängigkeitsbestrebungen waren für die meisten indigenen Bewohnern ein fremder Konflikt. Ob der geerntete Mais von Royalisten oder Republikanern geklaut wurde – ob ein Segel am Mast eines kreolischen oder eines spanischen Schiffes hing – der Konflikt war ein Abendländischer. Es ging nicht um die ursprüngliche Bevölkerung, denn die Legitimität der Invasoren wurde nicht in Frage gestellt. Hanf war als „Schiffsausrüster“ ein reiner Wirtschaftsfaktor, auch wenn Ostafrikaner, als Sklaven ins Land gezwungen, im Hanf das ihnen bekannte „Dagga“ wiederfanden und in sonnenreichen Gegenden zu Genusszwecken nutzten.
Die Dampfschifffahrt verdrängte die Segelschiffe und Hanf verlor seine Bedeutung als Faserlieferant. Die Bedeutung als Sklavenkraut, als billiges Genussmittel für arme Leute, blieb und wurde mit Kriminalisierung im 20. Jhd. derartig hochstilisiert, dass es zum “Mörderkraut” mutierte.
Seit einigen Jahren eskaliert der Drogenkrieg in Südamerika und fordert nicht nur in Mexiko jedes Jahr tausende von Menschenleben.
Diesen Verlauf reflektiert das Hanf Museum zur 27. Langen Nacht der Museen auf Schautafeln, mit bewegten Bildern, Originaltönen und unseren Referenten.
Referenten
Steffen Geyer, Autor des Buches „Rauschzeichen – Cannabis: Alles, was man wissen muss“ steht für Fragen zur Verfügung
Musikuntermalung des Abends
Narcocorrido, eine tradierte Form der Musik im Norden von Mexiko. Die Texte der Lieder können sowohl eine Verherrlichung des Lebensstils eines Drogenschmugglers oder der Taten bekannter Verbrecher zum Thema haben als auch sich kritisch mit dem Problem des Drogenhandels auseinandersetzen. Und die Hemp Society DJ’s mit feinem Stoff für die Ohren
Sie erwartet eine hanfige Verköstigung mit Hanfwaffeln und Hanftee, sowie Kuchen und Cappucchino.
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Veröffentlicht am 28. Juli 2010
Ausstellungseröffnung am 1. August 2010, 16 Uhr im Hanf Museum Berlin:
Seit 1996 ist Cannabis in einigen Staaten der USA verschreibungsfähig. In vielen Bundesstaaten stimmte schon damals eine deutliche Mehrheit für die Freigabe zur medizinischen Verwendung. Besonders kalifornische Initiativen spielen im Umgang mit Cannabis eine Vorreiterrolle. Dort entstanden erste Hanfapotheken, sogenannte Dispensaries; dort waren laute Proteste, wenn Bundesbehörden den Apotheken Probleme bereiteten.
Erst mit einem Memorandum im November 2009 verfügte das US-amerikanische Gesundheitsministerium, dass bezüglich der medizinischen Verwendung die staatliche Verfügung (state law) schwerer wiegt als die Bundesgesetzgebung (federal law). Seitdem sind die Dispensaries frei von Repressalien seitens der Drug Enforcement Administration (DEA).
Die Ausstellung stellt den Verlauf der medizinischen Nutzung im amerikanischen Bundesstaat Kalifornien dar. Anhängig ist die Initiative vorgestellt, die Mitte November eine Volksabstimmung zur Entkriminalisierung und Besteuerung von Cannabis in Kalifornien durchführt.
Video von der Ausstellungseröffnung
Wir freuen uns, euch eine kurze Videodokumentation zu der Eröffnung der Ausstellung zu zeigen:
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24. August 2010
Nach acht Jahren des Betriebs muss das Hanf Museum Berlin leider seinen Eintrittspreis ab den 31.8.2010 erhöhen. Wir wollen natürlich nicht auf unserem jetzigen Stand verharren, sondern werden die Gelder auch in eine schönere und weitere Ausstellungen investieren:
- Standard Eintritt: 4,50 Euro
- Ermässigten Eintritt: 3,00 Euro (mit berlinpass, Gruppen, usw.)
27. Juli 2010
Am 07.08.2010 findet in Berlin die Hanfparade statt. Wie in den Jahren zuvor, soll mit der Demonstration eine bessere Drogenpolitik angemahnt werden. Im Gespräch mit Vertretern des Hanfmuseums e.V. zu Hintergründen nach den Demoforderungen, wird auch die Frage nach Hanf als Kulturpflanze Beachtung finden. Anschließend wird die Thematik mit einer Unterhaltung mit dem Drogennotdienst abgerundet.
7. Juli 2010
Oleg Weedy war uns im letzten Sommer besuchen. Oleg’s Projekt ist die Russische Cannabis-Enzyklopädie (Конопляная энциклопедия), also ein Wegweister durch die Hanfkultur in Buchform.
Wir freuen uns darin vertreten zu sein! Auch andere Bekannte aus Deutschland sind erwähnt: die Hanfparade, Hanf&Natur und das Hanflabyrinth seien hier nur vertretend genannt. Die russischsprachige Cannabisenzyklopädie erschien das erste mal 2001 und enthält die Beschreibungen aus 42 Ländern mit Texten, Illustrationen und Photos. Sie wurde 2010 neu aufgelegt und enthält nun 400 Seiten und 34 Länder. Sie ist bei Weedy Publishing für 400 Rubel (etwa 11 Euro) erhältlich.
5. Juli 2010
In wenigen Tagen fangen in Berlin die Sommerferien an und endlich Zeit was zu unternehmen! Wir halten das Hanf Museum für euch den Sommer über offen, schaut’ doch mal ‘rein.
24. Juni 2010
Die neue Zeitschrift “rausch” hat nun ihre zweite Nummer herausgegeben und in dieser ist das Hanf Museum Berlin vertreten und beschrieben. “Auch unbekifft sehenswert”, so schreibt Mitarbeiter Frank Lindemann zum Hanf Museum, und stellt auf zwei großen Seiten unser Haus vor. In seinem Bericht geht es gut Beschrieben einmal quer durch die Ausstellung – es blieben Fragen offen, wie rund um die (Drogen-) Politik und subversivem Drogenkonsum, aber darüber kann man ja in einer der nächsten Ausgaben schreiben…
“rausch” versteht sich als Medium der deutschsprachigen Suchtszene. Ihre journalistische Ausrichtung unterscheidet die Zeitschrift von anderen Publikationen in diesem Bereich. Sie schließt damit eine Lücke in der praxisorientierten Suchthilfe zwischen rein wissenschaftlichen Fachzeitschriften und Verbandsmitteilungen. „rausch“ ist unabhängig, wird weder durch Ministerien, Verbände noch Institutionen gefördert. Dies ermöglicht auch kritische Berichte und unbequeme Fragestellungen. “rausch” ercheint alle zwei Monate und ist im Abonnement zu beziehen.
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30. Mai 2010
Die aktuelle Ausgabe des Dolce Vita Magazins stellt das Hanf Museum Berlin in Italien vor! Dolce Vita ist ein Lifestyle und Cannabismagazin und informiert um die aktuelle Diskussion in Italien.
6. Mai 2010
Die neuerscheinende Zeitschrift “Taste of Berlin” wird in Ihrer Erst-Ausgabe über das Hanf Museum Berlin berichten! Das Magazin ist ein speziell für den Berlin-Besucher auslegter Druck und soll einen Vorgeschmack, “ein Gefühl” für Berlin vermitteln. Das besondere: Alle Artikel sind zwei-sprachig, Deutsch-Englisch.
Auf einer halben Seite berichten Sie über die Ausstellung, welche den Mythos “Droge” nur als eines von vielen Themen behandelt – darüber hinaus: die Kulturgeschichte, Interessantes über Anbau und Verarbeitung zu den diversen Produkten.
Weitere Themen der Erstausgabe sind: Wo ist eigentlich die Mauer? Babylon – das Mekka des Stummfilms. Schwarz zu Blau – die Clubscene in Berlin.
Verlegt wird das Heft von der Kasi Medien Gmbh und kann über die Website www.taste-of-berlin.de für 4,90 Euro bestellt werden. Darüber hinaus ist das Magazin an ausgewählten Standorten in Berlin sowie bundesweit an allen Bahnhöfen und in Flughäfen ab dem 12. Mai 2010 erhältlich.
13. April 2010
Das Hanf Museum Berlin möchte den Macher/innen der Hanffachmesse Cannatrade zu ihrem 10jährigen Bestehen gratulieren! Vom 16. bis zum 18. April findet die Messe in der Halle 5 zu Basel auf mehr als 5000 m² Fläche, wo über 100 Aussteller aus aller Welt ihre Produkte und Dienstleistungen präsentieren. Wir sind mit vor Ort und werden das Hanf Museum repräsentieren und bekannter machen.
1. April 2010
Das Hanf Museum Berlin wird dieses Jahr am Osterwochenende und Ostermontag offen haben. Wir werden an diesen Tagen von 12 bis 20 Uhr geöffnet haben. In der nächsten Woche geht es dann mit den normalen Öffnungszeiten weiter.
24. März 2010
Das Hanf Museum im Gespräch mit dem BerlinerArbeitsMarktMagazin-eurotec im Berliner Kabelfernsehn über die neuesten Ereignisse im Hanf Museum und der Hanfszene weltweit. Am 29. März 2010 von 14.30 bis 15.00h und am 31. März 2010 von 11.00 bis 11.30h auf Sonderkanal8 und livestream bei alex-berlin.de. Lese hier den ganzen Eintrag »
Eine Pflanze stellt sich vor:

Dieses Schaubild stellt die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten der Hanfpflanze dar
Hanf ( Cannabis Sativa )
-
zählt zu den höchstentwickelten Pflanzen dieser Erde und nutzt
die Sonnenenergie effektiver als viele andere Pflanzen
-
gedeiht in fast allen Klimazonen, auf fast allen Böden und ist gegen
Schädlinge aller Art weitgehend resistent
-
eignet sich optimal als Pionierpflanze und ist selbstverträglich
-
ist als Vor- und Zwischenfrucht mit allen anderen Nutzpflanzen anbaubar
-
besticht durch seine einzigartige Vielseitigkeit, was die Verwendbarkeit
der Erträge anbelangt
Die Vielfalt der Anwendungsmöglichkeiten von Hanferzeugnissen
läßt erahnen, wie wichtig die Wiedereingliederung dieser
Kulturpflanze in unsere Wirtschaft ist. Da ökologische Folgekosten
immer stärker miteinbezogen werden müssen, ist der Raubbau und
die Ausbeutung fossiler Rohstoffe schon lange unbezahlbar. Darum sollten
wir lernen unsere täglichen Bedürfnisse mit nachwachsenden
Rohstoffen zu befriedigen, so daß auch folgenden Generationen eine
lebenswerte Erde vorfinden.
Der Hanf kann hierbei eine Schlüsselrolle spielen. Wenn er
grossflächiger angebaut wird, und sowohl die Ernte-, als auch die
Verarbeitungstechnik dahingehend weiterentwickelt werden, daß die
gesamte Pflanze - vom Stiel bis zum Samen - als Rohstoff genutzt wird,
dann können Hanferzeugnisse sowohl in regionalen
Wirtschaftskreislaeufen eine entscheidende Rolle spielen, als auch dem
ökologischen Ausverkauf der Erde entgegenwirken.
In fast allen Kulturen der Welt wurden zu fast allen Zeiten
Hanferzeugnisse genutzt. Funde von Hanfschnur in
China werden auf Zeiten datiert, in denen die Schrift noch nicht erfunden
war. Hanfsamen waren in vorchristlichen Zeiten eine übliche
Grabbeilage, die den Verstorbenen auf seinem Weg ins Jenseits begleiteten.
Auch in unseren Breitengraden galt der Hanf jahrhundertelang als wichtige
Nutzpflanze. Karl der Große ordnete um 800 den Hanfanbau an, um die Herstellung kriegswichtiger Gerätschaften, wie Seile, Planen usw., zu gewährleisten, um nur ein Beispiel zu nennen.
Bis Anfang unseres Jahrhunderts war der Hanf eine unersetzliche
Kulturpflanze. Erst die Entdeckung des Holzaufschlussverfahrens
verdrängte den Hanf aus der Papierherstellung, da der Wald als
unendlich verfügbare Ressource angesehen wurde. Baumwollprodukte
eroberten aufgrund der billigen und menschenverachtenden Sklavenarbeit den
Textilmarkt.
Als - nach dem Fall der Alkoholprohibition in den USA - dann noch eine
Hetzkampagne gegen
Marihuana (mexkanisch für Hanf) iniziert wurde, verloren die meisten Menschen
das Wissen um die alte Kulturpflanze und der "Mythos des Mörderkrauts", der
Einstiegsdroge, wurde geschaffen.
Um diesem Mythos zu begegnen arbeiten seit dem Verbot einzelne Menschen
und Gruppen daran, das Wissen um die Nutzungsmöglichkeiten der
Hanfpflanze zu bewahren. Einige von ihnen gründeten im August 1992
den H.A.N.F. e.V. (Hanf als
Nutzpflanze fördern) um das Wissen über den Hanf zu sammeln, zu
ordnen und an Interessierte weiterzugeben.
Das enorme Interesse verschiedenster Menschen forderten eine
ständige, öffentliche Ausstellung, die das Wissen allgemein zugänglich macht. Um dieses zu ermöglichen, eröffnete am 6. Dezember 1994 der H.A.N.F. e.V. das Hanf Museum in Berlin.
Ein Museum stellt sich vor:
Das Hanf Museum ist in der Bundesrepublik das einzige seiner Art und neben denen in Bologna, der Schweiz und Amsterdam das vierte weltweit.
Im Herzen Berlins, im Nikolaiviertel, können sich die interessierten BesucherInnen ein umfassendes Bild über die alte Kulturpflanze machen. Die Ausstellung, die alle Themen rund um den Hanf behandelt, erstreckt sich auf mehr als 250 qm.
Beginnend mit einer allgemeinen Vorstellung wird neben dem Wachstum und dem Anbau, die Ernte und die Vorverarbeitung aus historischer Sicht beschrieben. Weiter geht es mit den
einzelnen Nutzungsmöglichkeiten:
- Dämm- und Isolierstoffe
- Fasergewinnung und Textilherstellung
- Zellulosenutzug und Papierherstellung
- Samennutzung
- medizinische Möglichkeiten
Nach der konventionellen Nutzung wird die Bedeutung des Hanfes in verschiedenen Kulturen der Welt - von Jamaica bis Indien - beleuchtet. Exemplarisch für Berlin steht
Wolfgang Neuss, der Vielen nicht nur als Nachkriegskabarettist, sondern auch als genialer Freigeist, bissiger Querdenker und überzeugter Kiffer bekannt ist.
Abschließend beschäftigt sich die Ausstellung mit der juristischen Seite des THC-haltigen Hanfes, wobei insbesondere versucht wird, den derzeitigen Zustand der Gesetzeslage zu entwirren.
Im Lesecafé haben außerdem KünstlerInnen
die Möglichkeit ihre Werke auszustellen und den BesucherInnen des Museums
stehen hier themenbezogene Videos zur Verfügung.
Darüberhinaus bietet ein kleiner Shop Artikel und Literatur aus und über den Hanf an. In unserer Pflanzenvitrine kann man
den Hanf wachsen sehen.
Addresse & Kontakt
Hanf Museum Berlin
Mühlendamm 5 - 10178 Berlin - Mitte
am Nikolaiviertel, dem historischen Kern von Berlin
Anfahrt über Grunerstraße, Molkemarkt
für Rollstuhl geeignet
Öffnungszeiten
Montag ist Ruhetag
Dienstags bis Freitags: 10 Uhr bis 20 Uhr
Samstags und Sonntags: 12 bis 20 Uhr
Öffentliche Verkehrsmittel
Bus M48, Bushaltestelle "Nikolaiviertel"
U/S-Bhf. Alexanderplatz (U5/U8/S5/S7/S9)
U-Bhf. Klosterstraße (U2)
U-Bhf. Stadtmitte (U6)
Preise
Eintritt: Euro 3,- (4,50 Euro ab dem 31.8.2010)
Kinder bis 10 Jahre freier Eintritt;
es gibt Ermässigung für Gruppen sowie berlinpass InhaberInnen
Führungen sind nach Anmeldung per Telefon oder Fax möglich. Bei einer Gruppenstärke unter 10 Personen kostet die Führung 5,- Euro extra.
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